Tokio Hotel-Beach-Fanfiction TH-Beach-Fanfiction

Abschied für immer

Autor: Sigrid Schröckelsberger
Hauptpersonen: Tom,Sigrid
Nebenpersonen: Bill,Mutter
Genre: Drama
Anmerkung: Diese Geschichte hat nichts mit meinem eigenen Leben zu tun. Es kommt zwar mein Name darin vor, aber diese Story ist frei erfunden...
 

---Jugendfrei----

Inhalt: Ein folgenschwerer Unfall ändert alles in dem sonst so glücklichen Leben von Tom und Sigrid...

Mit versteinertem Gesicht sitze ich hier im Auto und blicke hinaus. Es regnet. Die Regentropfen prasseln sanft gegen die Fensterscheiben. Aber ich nehme das gar nicht richtig wahr. Denn meine Gedanken sind pausenlos bei dir. Wo magst du jetzt sein? Wieso hatte das alles so enden müssen? Wir hätten bestimmt eine Lösung für alles gefunden. Ich liebe dich doch so sehr. Warum musste mir Gott meinen liebsten Engel auf Erden nehmen? Wir waren doch immer so glücklich. Damals, als wir uns kennen lernten. Anfangs konnten wir uns zwar nicht ausstehen. Du sagtest ich sei eingebildet. Ich sagte, du seiest viel zu überheblich und arrogant. Stets waren wir uns aus dem Weg gegangen. Doch nach längerer Zeit, wo wir uns nicht gesehen hatten, kreuzten sich unsere Wege abermals. Und plötzlich war alles ganz anders. Du warst gar nicht mehr der Blödmann, für den ich dich immer gehalten hatte. Wurdest mir immer sympathischer. Und auch du fandest mich gar nicht mehr so überheblich, denn sonst hättest du nicht jede freie Minute mit mir verbracht. Irgendwann wurde aus Freundschaft mehr, ja vielleicht war es damals schon Liebe. Als wir uns das erste Mal küssten und sich unsere Lippen berührten, war es, als würde ich im siebten Himmel sein. Und keine Sekunde in unserer Beziehung bin ich von diesem Ort wieder heruntergekommen. Ich dachte, dass mit uns würde ewig halten. Selbst als ihr berühmt geworden seit und euren Traum gelebt hattet, hat uns das nicht auseinandergebracht, im Gegenteil, es hat uns nur noch mehr verbunden. Jedes Mal, wenn du bei mir warst und wieder gehen musstest, weil ihr ein Konzert hattet, musste ich weinen. Bittere Tränen der Verzweiflung, weil ich dich gehen lassen musste. Doch du hast stets meine Tränen weggewischt und gesagt: Wenn nichts mehr geht werd ich ein Engel sein, für dich allein... Ja so war es auch. Dieses Lied wurde unser Lied. Immer wenn ich dich über alles vermisste und du nicht bei mir sein konntest, hörte ich mir dieses Lied an. Hörte auf die Gitarrentöne von dir. Am Anfang eurer Karriere hast du noch gesagt, dass ihr nicht glaubt, dass euer Ruhm lange halten wird. Du warst optimistisch und hast jede Sekunde genossen, die du auf der Bühne stehen konntest. Und ich war so stolz auf dich. Du hattest immer zu mir gesagt, dass du eines Tages nichts anderes mehr machen möchtest als auf der Bühne zu stehen. Und nun hast du das endlich erreicht. Ein paar mal hast du mich zu euren Konzerten mitgenommen. Ich sehe noch heute deinen Gesichtsausdruck, als du auf die Bühne gekommen bist. Deine Augen strahlten soviel Freude aus, dass ich direkt weinen musste. Und als dann unser Lied kam und Bill leise zu singen begann, sah ich dich an. Und du sahst mich an. So voller Wärme und Liebe. Nie hätte ich mir erträumt, dass unser Glück einmal zerbrechen könnte. In tausend Scherben. Auch unsere Liebe wurde auf eine harte Probe gestellt. Der Ruhm hatte dich nach kurzer Zeit verändert. Du warst zwar immer noch der Alte, doch du warst reifer geworden. Es schien mir, als wärst du in einer Welt, wo es keinen Platz mehr für mich gab. Aber alle Selbstzweifel verflogen, wenn du mich in den Arm nahmst und mir sagtest, wie sehr du mich liebtest. Doch was ich damals durch Zufall sah, ließ mir fast mein Herz zerspringen. Ich sah dich im Fernsehen. Zusammen mit einer blonden Tussi. Du hast sie geküsst und deine Hände waren auf ihrem Arsch. Ich konnte es nicht glauben. Du hattest mir doch immer gesagt, wie sehr du mich liebtest und jetzt das. War das dass Ende von uns? In der nächsten Zeit wollte ich niemanden sehen. Am wenigsten dich. Aber du warst fast jeden Tag da, um mir alles zu erklären. Aber ich wollte nichts hören. Ließ dich einfach stehen. Denn wenn ich dir den Rücken zukehren konnte, konntest du meine Tränen ja nicht sehen. Tränen der Verzweiflung und Enttäuschung. Tränen des Schmerzes, weil ich dich nicht in den Arm nehmen konnte. Und Tränen der Ratlosigkeit, weil ich nicht wusste, wie es weiter gehen sollte. Du gingst. Sagtest kein Wort mehr. Liest mich in Ruh. Ich sah dich nur mehr im Fernsehen. Du wirktest auf einmal verändert. Nicht mehr der fröhliche, lebensfrohe Tom, den ich einmal kannte. Nie lächeltest du bei einem Interview. Stets blicktest du nur traurig. War das etwas meinetwegen? Ich fühlte mich schuldig. Vielleicht hätte ich dir zuhören sollen, damals, als du da warst, um mir alles zu erklären. Doch ich war so kalt zu dir gewesen. Das war nie meine Absicht gewesen. Aber ich war wütend. Wütend auf dich, weil du einfach mit dieser anderen herumgemacht hattest. Ich hörte mir wieder und immer wieder unser Lied an. Ich beschloss, mit dir zu reden. Also fuhr ich zu eurem Haus, um mit dir zu sprechen. Ich wusste, dass du gerade erst zurückgekommen warst. Du schienst dich auch zu freuen mich zu sehen. Doch dann wurdest du komisch. Gabst mir nur mehr knappe Antworten. Ich fragte, ob etwas nicht in Ordnung sei. Du sagtest, dass dich meine Reaktion, als du bei mir warst, ziemlich getroffen hätte. Du wolltest mir doch nur erklären, was es mit diesem Girl auf sich gehabt hatte. Aber ich hatte dir nicht zugehört. Ich wurde wütend. Schrie dich an, obwohl ich das eigentlich gar nicht wollte. Du sahst mich an. Deine Augen waren hasserfüllt und wutentbrannt stürmtest du aus dem Haus. Ich lief dir hinterher, um mit dir zu reden. Vor lauter Wut hast du das Auto nicht gesehen. Ich schrie deinen Namen, doch es war zu spät. Ich sah dich da liegen, du rührtest dich nicht mehr. Ich nahm deinen Kopf zwischen meine Hände. Tränen tropften auf deine Sachen. Du sahst mich an. Voller Angst und Verzweiflung. Du sagtest noch wie sehr du mich liebtest. Und schlosst deine Augen. Für immer... Erschrocken fuhr ich hoch. Meine Mum stand vor mir. „Sigrid? Schatz wir müssen zu der Beerdigung, sonst kommen wir noch zu spät.“ Gar nichts muss ich, dachte ich mir, außer sterben. Ja sterben. Das wäre wahrscheinlich am Besten. Dann würde ich endlich wieder bei dir sein und müsste jetzt nicht solche Höllenqualen erleiden. Wir gingen in die Kirche. Überall saßen schon Leute. Einige drehten sich um und blickten mich mitleidsvoll an. Ach wie sehr ich diese Leute doch hasste. Sollen sich gefälligst um ihre eigenen Sachen kümmern und mich in Ruhe lassen. Mein Blick fällt nach vorn. Dein Sarg. Tränen steigen mir in die Augen. Wieso musst du da drin liegen? Wieso kann ich nicht statt deiner unter die kühle Erde? Der Pfarrer beginnt zu reden. Es ist eine schöne und bewegende Rede. Er sagt, du bist jetzt an einem besseren Ort. Aber wie konnte dieser Ort besser sein, wenn ich nicht bei dir war? Ich schluchze laut auf. Das war doch alles nur ein böser Traum. Gleich würde ich aufwachen und du warst wieder bei mir. Ich sehe nach vorn. Bill. Er sagt etwas über dich und dein kurzes Leben. Seine Stimme ist zittrig und einige Male muss er aufhören zu reden. Er wischt sich über seine Augen. Er wirkt für mich um Jahre gealtert, ein junger Mann, dem alles genommen wurde, was er so sehr liebte. Ihn hat es am Allerschlimmsten getroffen. Er hat nicht nur seinen Zwillingsbruder verloren, es schien mir, als wäre mit dem Tod von Tom auch Bill nicht mehr der Selbe. Er hat sich verschlossen. Hat sich eine Mauer aufgebaut. Einige Male war ich bei ihm, aber er hatte sich immer mehr zurückgezogen. Ihr hattet es zwar nie zugegeben, aber keiner konnte ohne den anderen leben. Du sagtest zwar stets, dass du ohne Bill genauso gut weiterleben könntest, doch ich wusste, dass das nicht stimmte. Nie im Traum hätte ich mir gedacht, dass das einmal relevant war. Und jetzt stand Bill da vorn. Als er geendet hatte und mit gesenktem Kopf und leerem Gesichtsausdruck zu seinem Platz zurück ging, kamen einige Männer und hoben deinen Sarg auf. Sie brachten ihn auf den Friedhof. Wir gingen hinterher, aber jeder Schritt war eine Qual für mich. Ich wollte dich nicht gehen lassen. Du sollst wieder zurück kommen. Ich vermisste dich doch so schmerzlich. Dein Sarg wird in die Tiefe gelassen. Ich weine. Ein Strom von Tränen vermischt sich mit den Regentropfen auf meinem Gesicht. Ich halte eine Rose in der Hand. Ich werfe sie auf deinen Sarg. Machs gut mein über alles geliebter Engel. Ich denke zurück an unser Lied. Wenn nichts mehr geht, werd ich ein Engel sein, für dich allein. Mag das wohl jetzt stimmen? Warst du ein Engel, und sahst du womöglich in diesem Augenblick auf mich herunter? Ich schaue hinauf in den Himmel. Irgendwo da oben würdest du wohl sein. Ob du mich auch vermisst? Mit leerem Blick sehe ich ein letztes Mal auf deinen Sarg. Ich liebe dich mein Schatz. Wir werden uns bald wieder sehen. Und dann würden wir endlich wieder vereint sein, mein geliebter Engel..

The End

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