Tokio Hotel-Beach-Fanfiction TH-Beach-Fanfiction

Bis ans Ende dieser Welt

Autor: Sigrid Schröckelsberger
Hauptpersonen: Mädchen(Name unbekannt),Bill
Genre: Lovestory
Anmerkung: Diese Story hat nichts mit dem realen Leben zu tun und ist ebenfalls frei erfunden...

---Jugendfrei---

Inhalt: Das Mädchen will herausfinden, ob Bill seinen Entschluss, mit ihr Schluss zu machen, bereut und geht zu seinem Haus...

Es war ungewöhnlich sonnig für diesen Herbsttag. In den letzten Tagen war es ziemlich kalt geworden, doch heute schien die Sonne unentwegt und kitzelte mich mit ihren Sonnenstrahlen. Da das Wetter den ganzen Tag so schön zu bleiben schien, beschloss ich, einen Spaziergang zu machen. Das herabfallende Laub der Blätter bedeckte die gesamte Strasse und verwandelte sie in einen bunten Teppich. Gedankenverloren ging ich weiter, ohne darauf zu achten wo ich hinlief. Ich nahm gar nichts mehr von meiner Umgebung wahr und wachte erst wieder aus meiner Benommenheit auf, als ich gegen einen Laternenmasten lief. Meine schmerzende Stirn reibend, schaute ich auf und plötzlich zuckte ich schmerzlich zusammen. Denn ich war dorthin gelaufen, wo ich nie wieder hinwollte. Ich war bei dir. Euer Haus stand keine zwanzig Schritte von mir weg. Es war wie immer und doch hatte sich so vieles verändert. Seit wir damals vor mehr als einem Jahr Schluss gemacht hatten, hatte ich mir geschworen, dich für immer zu vergessen. Und nun stand ich wieder hier. Meine Erinnerungen gingen zurück zu der Zeit, wo wir noch unzertrennlich waren.
Damals war ich neu hier hergezogen, hasste die neue Umgebung und alle, die freundlich zu mir waren. Ich wollte nur so schnell wie möglich weg von hier. Die Schule war die reinste Folter und ich verfluchte jeden Tag, den ich hier in Magdeburg verbringen musste. Nun ja, zumindest hasste ich diese Stadt so lange, bis ich dir begegnete. Ein Blick in deine braunen Augen reichte aus, um allen Hass zu vergessen. Schnell freundeten wir uns an und aus Freundschaft wurde Liebe. Viele Leuten missgönnten uns unser Glück und von Anfang an hatten wir mehr Feinde als Freunde. Aber was machte das schon? Wir hatten uns und alles andere war nebensächlich. Oder beinahe, denn du lebtest immer für die Musik. Jede freie Sekunde warst du mit deinem Bruder Tom und euren beiden Bandkollegen Georg und Gustav am Spielen. Ich war so stolz auf euch, obwohl ihr bei euren Auftritten zwar nie so viele Zuschauer hattet, wie ihr es verdient hättet. Doch das war euch egal. Solange ihr Musik machen konntet, war das andere nur halb so wichtig. Nie im Leben hätte ich mir erträumt, dass ihr einmal Superstars werden würdet und tausende Fans euch umjubeln würden. Ich sehe noch heute dein grinsendes Gesicht, als du mir jubelnd sagtest, dass ihr zu einer Plattenfirma fahren solltet. Ich vergönnte dir dein Glück, wollte ich doch mehr als alles andere, dass du glücklich warst. Und das wurdest du auch. Schnell bekamt ihr einen Plattenvertrag und kurze Zeit später hattet ihr schon eure erste Single veröffentlicht. Ihr wart optimistisch und habt nicht daran geglaubt, dass ihr damit Erfolg haben würdet. Aber die Single schlug ein wie eine Bombe. Platz Eins in den Charts, von heute auf morgen hattet ihr mehr Fans, als bisher zu euren Auftritten gekommen waren. Wir sahen uns nur noch selten, doch das machte mir nichts aus. Zumindest am Anfang nicht. Ich freute mich für euch. Jetzt hattet ihr endlich die Chance, dass ihr das machen konntet, was ihr immer wolltet. Doch all der Ruhm und die Fans stiegen euch bald zu Kopf. Tom war der Erste, dem der Erfolg zuviel wurde und er veränderte sich. Für jemanden, der Tom nicht kannte, schien er der Alte zu sein. Doch als ich ihn das erste Mal seit Monaten wieder sah, traute ich meinen Augen nicht. Er war arrogant und eingebildet geworden und es schmerzte mich, ihn so zu sehen. Stets war er doch immer der gewesen, der über alles gelacht hatte und jetzt? Jetzt war er so ernst und stets darauf bedacht, professionell zu wirken. Und du? Ja du warst noch am Ehesten der Alte geblieben. Obwohl wir uns nur noch selten sahen, nützten wir jede freie Sekunde, um zusammen zu sein. Doch die Sekunden wurden immer weniger und bald führten wir nur noch eine Fernbeziehung. Ich sah dich nur mehr in TV-Shows und jedes Mal, wenn ein Reporter dich fragte, ob du eine Freundin hättest, gab es mir einen Stich in mein Herz. Denn es war klar, dass du verneinen würdest. Du tatest es den Fans zuliebe. Doch nie hast du nur eine Sekunde daran gedacht, wie es mir dabei ging. Doch nie im Leben hätte ich es übers Herz gebracht, mit dir Schluss zu machen. Denn ich liebte dich viel zu sehr und wollte dich nicht verlieren. Ich dachte, unsere Liebe würde diesem Rummel schon standhalten. Ich sollte Unrecht haben. Ich hätte mir nie geträumt, dass es ausgerechnet du sein würdest, der sich von mir trennen würde. Du, der immer gesagt hatte, dass uns nichts trennen könne. Der mir stets versichert hatte, dass euer plötzlicher Ruhm vorübergehend war. Doch das war er nicht. Denn er hielt bis heute, knapp drei Jahre nach der Veröffentlichung eurer ersten Single, immer noch an. Als du mir sagtest, dass es besser wäre wenn wir uns trennen würden, brach eine Welt für mich zusammen. Ich schaute dich an. Schaute in deine Augen, die voller Glanz waren, als wir uns kennen lernten. Doch jetzt sah ich nichts mehr. Deine Augen waren leer. Alle Wärme war daraus gewichen. Und was war schuld daran? Der Ruhm. Der Erfolg, der euch Vier mit der Zeit immer mehr aufgefressen hatte und euch zu Marionetten gemacht hatte. Zu Marionetten, die stets zu funktionieren hatten, egal ob das Privatleben darunter zu leiden hatte. In den nächsten Tagen und Wochen ging ich kaum vor die Tür. Baute eine Mauer um mich herum auf. Ich wollte das alles nicht wahr haben. Unsere gemeinsame Liebe war zerstört worden. Unsere Liebe, die mir stets Kraft gegeben hatte. Du warst weg. Warst dort, wo du scheinbar hingehörtest. In deine Welt, wo kein Platz mehr für mich war. Jedes Mal, wenn ich dich im Fernsehen sah, jedes Mal, wenn ich in dein perfekt geschminktes Gesicht sah, jedes Mal, wenn ich dein unechtes Lächeln sah, dachte ich daran, wie kalt du doch warst als du mir sagtest, dass es besser wäre, wenn wir uns trennen würden. Wie wenn ich ein Gegenstand wäre, den du nach Belieben aus der Ecke holen konntest, wenn dir danach war. Es war also vorbei. Schön, wenn dir alles nichts mehr bedeutete. Wenn ich dir so egal geworden war, dann war es wohl wirklich besser, wenn wir uns trennten. Ich beschloss, dich aus meinem Leben zu verbannen. Alles, was mich an dich erinnerte, wurde in eine Schachtel gepackt und deiner Mutter übergeben. Ich wollte es dir nicht selber geben. Wollte dich nicht mehr sehen. Stets redete ich mir ein, dass das alles schon so passte, wie es war. Dass ich ohne dich besser dran war. Es schien auch tatsächlich zu funktionieren. Bald spürte ich keinen Schmerz mehr, wenn ich dich sah. Ich konnte dich ansehen, ohne gleich in Tränen auszubrechen. Ich hatte dich vergessen, hatte mit dir abgeschlossen. Ich war glücklich mit meiner Entscheidung, dass ich dich nicht mehr brauchte. Alles war perfekt – bis heute, wo ich wieder vor deinem Haus stehe. All die Gefühle, die ich bis jetzt so bravourös verdrängt hatte, kamen wieder zum Vorschein und diesmal noch stärker als je zuvor. So sehr ich mir auch eingestehen wollte, dass ich dich hasste, umso mehr wurde mir bewusst, wie sehr ich dich vermisste. Ich vermisste es mit dir zu reden. Du warst stets ein guter Zuhörer. Ich vermisste es, dir meinen Kummer zu erzählen, denn du hast immer meine Tränen getrocknet und mir neuen Mut gemacht. Ich vermisste es, dass du einfach nur bei mir warst und mich zum Lachen brachtest. Ich vermisste deine zärtlichen Küsse, die mir jedes Mal weiche Knie bereitet hatten. Aber am Allermeisten vermisste ich jedoch deine Augen. Die Augen, die mich immer voller Wärme und Liebe angeschaut hatten. Wie es dir wohl jetzt gehen würde? Ich hatte ja erst gestern durch Zufall erfahren, dass du wieder hier warst. Ihr hattet Pause und wolltet ein paar Tage mit euren Familien verbringen. Traurig schaue ich auf euer Haus. Was du wohl gerade machst? Ob du mich wohl schon vergessen hast? Hast du seit unserer Trennung auch nur ein einziges Mal an mich gedacht? Fragen über Fragen, auf die ich keine Antwort bekommen würde. Nicht, wenn ich dich nicht persönlich fragen würde. Aber was sollte das bringen? Du würdest mir nicht zuhören, würdest mir die Tür vor der Nase zuschlagen. Denn du empfindest ja nichts mehr für mich, also was hätte es für einen Sinn, wenn ich alte Wunden wieder aufreißen würde? Aber vielleicht würde dann mein Herz endlich wieder heilen? Denn seit du nicht mehr bei mir bist, hat mein Herz Narben davongetragen. Narben, die nur dann endlich weggehen würden, wenn ich dich ein letztes Mal sehen würde. Wenn ich mich vergewissern könnte, dass es dir gut geht. Dann, nur dann könnte ich ein für alle Mal mit dir abschließen. Zielstrebig gehe ich auf dein Haus zu. Wie vertraut mir dieser Weg doch war, ging ich ihn früher doch jeden Tag. Mit jedem Schritt, den ich näher auf euer Haus zuging, wurde mein Mut weniger. Was ist wenn du mich anschreien würdest? Wenn du mich nicht beachten würdest? Aber das wollte ich auf mich nehmen. Ich wollte wissen, ob du noch immer der Selbe bist. Der, der nur für seine Musik lebte und alles andere in den Hintergrund gestellt hatte. Entschlossen drücke ich die Klingel. Mein Herz schlägt mir bis zum Hals, aber ich ignoriere es. Die Tür öffnet sich. Ich wusste, dass du die Tür öffnen würdest, hattest du es doch immer gemacht. Regungslos stehe ich da und sehe dich an. Mit weitgeöffneten Augen starrst du mich an. Ich warte darauf, dass du die Tür wieder zuschlägst. Doch du tust es nicht. Ich sehe dich genauer an. Irgendetwas ist anders an dir. Schlagartig wird es mir bewusst. Es sind deine Augen. Die Augen, die früher einmal vor Freude geglänzt hatten, als du von eurer möglichen Musikkarriere geschwärmt hast. Jetzt schimmern deine Augen auch, aber diesmal nicht vor Freude, sondern weil du weinst. Aber warum weinst du? Weinst du, weil du dich freust, mich zu sehen? Oder weinst du, weil ich mit meinem Auftauchen deine Erinnerungen wieder ans Tageslicht geholt hatte? Ein kleines Lächeln huscht über deine Lippen. Ein Lächeln, dass ich seit mehr als einem Jahr nicht mehr gesehen hatte. Du streckst deine Arme aus. Aufschluchzend werfe ich mich dir an den Hals und schlagartig wird mir bewusst, dass alles wieder komplett war. Ich war bei dir. Solange Zeit hatte ich versucht, dich zu vergessen. Doch ich konnte es nicht, weil ich dich dafür viel zu sehr liebte. Und du hast mich scheinbar auch nicht vergessen. Mir wird bewusst, dass ich nie darüber nachgedacht hatte, dass du auch einmal zweifeln würdest. Dass du dich fragen würdest, warum du mit mir Schluss gemacht hattest. Aber das war momentan alles nebensächlich. Ich hatte dich wieder und dafür wäre ich überall hingelaufen – selbst bis ans Ende der Welt....

The End

Gratis bloggen bei
myblog.de