Tokio Hotel-Beach-Fanfiction TH-Beach-Fanfiction

Und wenn ich Nächte lang durchrennen muss

  • Autor: Jani(Webby)
  • Hauptpersonen: Bill & Tom
  • Genre: Shonen-Ai / Drama

---Nicht Jugendfrei--- 

Inhalt: Tom und Bill sind zusammen. Es gibt keine Probleme bis Bill etwas an Tom's Körper entdeckt...

(Bills Sicht)Genau vor einem Jahr geschah es. Vor einem Jahr, im April am Ostersonntag. Die Liebe auf die ich mein Leben lang gewartet hatte nahm sich das Leben. Warum, wieso weshalb, werde ich wohl nie erfahren.
[Flashback]
Ostersonntag 2006.
Wir feiern Ostern nie mit unserer Familie, denn Tom und ich hatten noch nie Bock auf diesen Kaffeeklatsch in dem es um das neuste Teeservice des anderen ging.
Tom und ich saßen eng an einander geschmiegt auf einer Bank im hinteren Teil unseres Gartens. An dieser Stelle waren wir immer allein. Es war schon relativ spät. Dafür dass es April war, war es noch ziemlich kalt. Ein eisiger Wind wehte und ich lag zitternd in Toms Armen. Er schaute mich besorgt an. Bei diesem Blick bekam ich eine solche Gänsehaut, dass man sie hätte eigentlich durch meine Klamotten sehen müssen. Ich hauchte ein "Mir geht’s gut, wirklich..." in die Kälte. Er lächelte, zog seinen Übergrossen Pullover aus und streifte ihn mir über. Nun saß er nur noch mit einem T-Shirt und seiner Hose da. Er rückte noch näher als er eh schon gerückt war und ließ seine Hand, die bis jetzt auf meiner Hüfte lag, tiefer gleiten. Erschrocken schaute ich ihn an, doch er lächelte nur verschmitzt und zog seine rechte Augenbraue hoch. "Vertrau mir einmal, es ist in Ordnung!", sagte Tom beunruhigend ungeduldig. "Tom, das was wir hier machen ist verboten, außerdem, hast du dich schon mal umgeguckt wo wir hier sind? Hier kann uns jede Sau erwischen und...und was ist wenn... Mum uns erwischt?" hielt ich dagegen. Bedrückt und traurig nuschelte Tom ein "Okay hast ja Recht" in sein Shirt. Aber man sah an seinem Gesicht, dass es ihm jedes Mal wehtat wenn ich ihm das sagte. Das war schließlich nicht das erste Mal.
Ich boxte ihm mit meinem Ellenbogen in die Seite und quiekte laut vor Freude. "Komm du alter Schmollmops, lach doch mal!“, versuchte ich die Stimmung aufzuheitern. Tom schaute mich an, lachte und boxte mich zurück. Ich fiel von der Bank und da dann das Gleichgewicht auf dieser nicht mehr übereinstimmte fiel Tom auch. Er fiel genau auf mich rauf und ich stieß einen leises "Umg" aus. Tom stützte sich mit seinen Händen auf den Boden und grinste mich an während er noch immer auf mir drauflag. Er streifte mir seinen Pullover wieder vom Leib und schmiss ihn einige Meter weit weg. "Was wird das Tom?!", sagte ich mit leicht panischer Stimme. "Wenn wir hier schon mal so liegen, warum nicht gleich zu Schritt 2?", antwortete er, zieht sein Shirt über den Kopf und wirft auch dieses Meter weit nach hinten. Mit einem Mal fahren seine Hände tiefer und er fummelt an meinem Gürtel herum. Ich halte ihn an seinen Armen fest und unsere Lippen berühren sich. Tom legt mit vollem Zungeneinsatz los und sein Mund geht über meine Lippen hinweg zu meinem Hals. Hastig küsste er meinen Hals ab, zieht mir dann auch noch mein Shirt aus.
Ich schaue auf seine Arme. Meine Augen werden größer und größer. Narben, viele Narbe und noch frische Wunden. Ich öffne meinen Mund um etwas zu sagen, doch ehe ein Wort meine Lippen verlässt hat Tom meine Mundhöhle wieder in seiner Gewalt. Er beendet seinen vorhin schon begonnenen Versuch mich meiner Hose zu entledigen.
Unsere Körper sind so warm, dass sich ein leichter Dampf in der Dunkelheit um unsere Körper bildet. Tom fährt mit seinen kalten Händen über meinen Oberkörper und stöhnt laut auf. Ein Schweißtropfen prellt von seiner Wange ab und Tropft auf meinen Oberkörper. Oder Moment, das war kein Schweißtropfen, das war eine Träne. Nun gut, es war wahrscheinlich der Wind der in seinen Augen brannte.
Dann vielen noch ein paar Tropfen.
Jetzt war ich mir sicher, das war nicht wegen des Windes. Er weinte. Aber warum weinte er wenn er doch total in seinem Element war? Nachdem er sich auch seiner Hose entledigt hatte presste er seinen unterleib auf meinen und schluchzte. Sein schluchzen wurde mit jedem Stoss lauter. Es fielen immer mehr Tränen von seinem Kinn auf meinen Oberkörper und jeder Stoss wurde stärker, teilweise tat es schon weh. Ich war so geschockt, dass ich weder irgendeinen Ton herausgebracht noch Spaß an der Sache gefunden habe.
Tom schaute mich einmal kurz an, sah mein Gesicht, drückte mir noch einen Kuss auf, schnappte sich seine Sachen und lief unter Tränen davon.
Was war los mit ihm? Warum redete er nicht mit mir über seine Probleme? Und dann diese Schnitte an seinen Armen. Die vielen Tränen eben.
Es verging eine Weile und dann zog ich mich so schnell es ging wieder an und machte mich auf die Suche nach meinem Bruder.
Wo ist er, wo ist er nur hingerannt? Ich will doch nur wissen wo er ist damit ich seine Tränen trocknen kann. Ich schluchzte und rannte quer Beet über Felder und durch den Wald um ihn zu finden. Völlig fertig sank ich an einem Baum zu Boden und atmete schwer. Mein Herz bebte. Ich schaute mich um, mit der Hoffnung Tom vielleicht in der Ferne zu entdecken, doch alles war vergebens.
Ich hatte Äste im Haar hängen aber es störte mich nicht. Ich raffte mich wieder auf um weiter zu suchen. Ich hatte sicher schon über eine Stunde gesucht, doch ich suchte weiter und weiter, bis ich vor Erschöpfung wieder zusammensank.
Ich schaute mich einmal um, um mich zu orientieren. Ich war wieder ziemlich nahe an unserem Haus angekommen. Ich versuchte mich noch einmal aufzuraffen um wenigstens in das haus zu schlurfen, aber selbst dafür brauchte ich mehrere Anläufe. ich war sowie so nicht der beste Läufer und war jetzt Stunden lang nur am rennen.
Als ich wieder im Haus war schlurfte ich, fix und fertig, in mein Zimmer. Als ich Reinkahm war gleich das erste was ich sah mein schreckliches Spiegelbild. mit Ästen, Blättern und anderem Gestrüpp in den Haaren schaute ich mich selbst an. Doch anstatt sie herauszunehmen sackte ich völlig kraftlos auf meinem Bett zusammen.
Ich konnte jedoch nicht einschlafen, dafür machte ich mir zu viele Sorgen. Ich blickte durch mein Zimmer und sah alles Mögliche auf meinem Fußboden herumliegen. Hosen, Shorts, Schuhe, Schulsachen,ein ungeöffneter Brief, CDs, DVD's und einen schmutzigen Teller, den ich noch nicht in die Spülmaschine gebracht hatte.
Momentmahl... der ungeöffnete Brief lag soweit ich weiß vorhin noch nicht in meinem Zimmer. Ich stand auf um ihn zu holen. dann setzte ich mich mit dem Brief auf mein Bett und öffnete ihn.

Lieber Bill,
Ich wünsche.....

Ich überflog ihn schnell. Ostergrüße von meiner Oma. Davon kommt Tom jetzt aber auch nicht wieder hier her. Vielleicht machte ich mir aber auch nur zu viele Sorgen, vielleicht würde er ja heute Abend wieder hier sein.
Nein, ich spürte dass da etwas nicht in Ordnung war.
Oh dort lag noch ein Brief, aber auf dem Tisch. Ich schlurfte hin um auch diesen zu öffnen. Ich fing an zu lesen:

Lieber Bill,
...

Ich las gar nicht erst weiter. Nicht schon wieder Ostergrüße, die kotzen mich langsam echt an!
Ich strich mir die Waldreste aus dem Haar und ging zum Bad. Abgeschlossen. Wie kann das sein, Mum sitzt mit all ihren Freundinnen im Garten? Ich klopfte einmal und fragte, wer im Bad seie. keine Antwort. Ich klopfte noch einmal ein bisschen lauter. Wieder keine Antwort. Einmal noch hämmerte ich gegen die weiße Holztuer. Und auch diesmal kam kein Munchs aus dem Bad.
Ich machte mich auf den Weg in die Küche zum Schlüsselbrett, dort hingen immer Ersatzschlüssel für den Notfall. Ich suchte fingerkreisend nach dem Ersatzschlüssel fürs Klo und nahm ihn sofort vom Haken als ich ihn gefunden hatte.
Ich schloss die Tür auf und sah Tom. Ja Tom, blass und reglos angezogen auf der Toilette zusammengesackt. Ich schüttelte ihn und schrie seinen Namen. Ich brach in Tränen aus. "WARUM? Bitte Tom! Lass mich nicht allein! BITTE!", schrie ich in einer extrem Hohen Tonlage. Meine Hände wurden kalt aber in mir stieg eine Hitze an. Ob es Wut war wusste ich nicht. Mit zitterigen Haenden Strich ich ueber Toms Wage und flüsterte noch einmal ein "Warum?" Ich legte meinen Kopf auf seine Beine, schluchzte hoerbar und mir kullerten tausende von Tränen übers Gesicht. Als ich gerade meine Augen schliessen wollte, sah ich die die blutige Spritze am Boden liegen. Es war noch ein Rest in der Spritze drin.
Tom gleich bin ich bei dir, ich lass dich nicht im Stich, egal wo du hinrennst. Ich werd dich finden und wenn ich Nächte lang durchrennen muss. Ich komme! Ich nahm mir die Spritze und rammte mir sie in den Arm. Ich drückte bis die Fluesssigkeit leer war. Ich merkte jedoch nichts. Es war zu wenig. Ich heulte laut auf und vergrub mein Gesicht in Toms Hose. Wieso? Wieso lässt du mich nicht zu dir kommen? Ich brauche dich!
Ich weiss nicht wie lange ich dort so weinend lag.
Nach einer Weile stand ich auf und ging, immernoch weinend, in mein Zimmer und schnappt mir den anderen Brief mit den Ostergrüßen, den ich nicht ganz zu Ende gelesen hatte. Ich hoffte wahrscheinlich, dass mich das etwas aufheitern wuerde.

Lieber Bill,

Es tut mir so Leid, dass ich so ein schlechter Bruder bin. Ich hab mein Leben einfach nicht mehr auf die Reihe gekriegt und wollte dir meine Probleme auch nicht aufbinden.
Ich habe es einfach nicht mehr ausgehalten, ich durfte nicht an dich ran, nie waren wir wirklich allein, mussten ständig in der Angst leben erwischt zu werden. Aber fühl dich bitte nicht schuldig, denn das war auch nicht der einzige Grund.
Ich kam mir einfach so wertlos vor, obwohl du mir die Liebe und Geborgenheit gegeben hast, nach der ich mein Leben lang gesucht habe. Ich fühlte mich wie eine leere Hülle, nicht mehr wie ein Mensch der lebt.
Du hast zwar immer gesagt, man solle sich immer an die schönen Zeiten erinnern, doch selbst das habe ich nicht geschafft. Es tut mir so leid. Für mich war das hier der einzige Ausweg...
Ich hab zwar immer einen auf Macho gemacht, aber in Wirklichkeit war ich wohl der verletzlichste Mensch den es auf der Erde gibt.

Lebe wohl,
in Tränen
dein Tom

Zitternd und auf das Papier starrend stand ich weinend in der Mitte meines Zimmers. Ich ließ mich fallen. Ich hoffte ich würde mir das Genick brechen, damit ich endlich bei Tom sein würde, doch so war dem natürlich nicht.
Ich lebte mein nun verkümmertes und einsames Leben weiter. Bis zu dem heutigen Tage. Tom, du musstest jetzt ein Jahr lang auf mich warten. Ein Jahr in dem ich nur gelitten habe, nur für dich. Mir kullerten Tränen über die Wangen, aber ich lächelte. Das war das erste Mal seit einem Jahr, dass sich meine Mundwinkel nach oben zogen. Ich nahm meine Spritze in die Hand, ich wollte auf demselben Weg zum Engel werden wie Tom. Ich schrie einmal "Goodbye", wischte mir die tränen aus dem Gesicht, rammte mir die Spritze mit voller Wucht in die Pulsader und drückte so lange bis keine Flüssigkeit mehr in der spritze war.
Es dauerte nicht lange, dann verschwamm vor mir die Welt, die weilt die mir meinen Bruder nahm. Mein letzter Gedanke war, dass ich bald bei Tom sein würde und man mich mit einem Lächeln im Gesicht aufinden würde. An derselben stelle wo ich damals Tom fand.

The End

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